• QR, NFC, Geofence, Beacon: Location Identifier

NFC, QR, Geofence, Beacons: Location Identifier als Fragenbeantworter

Wissen ist das höchste Gut unserer Gesellschaft. Weil wir Smartphones und mobiles Internet haben, können wir Wissen überall und jederzeit abrufen. Location Identifier helfen uns dabei, schneller zu relevanten Infos zu kommen. Genau da, wo wir sie brauchen.

Location Identifier: Die kleinen Fragenbeantworter

Was uns heute fast selbstverständlich erscheint, gibt es noch gar nicht so lange: „Damals, also vor fünf Jahren: 2010. Wenn Sie da etwas kaufen wollten, haben sich viele Leute zuhause hingesetzt und recherchiert, am Laptop: Was will ich kaufen oder essen? Wer bietet das an? Wie komme ich dahin und gibt es vielleicht noch Alternativen? Das war recht statisch und mit Vorlauf. Heute sind wir mobil. Wir sind spontaner. Wir kommen am Bahnhof an, holen das Smartphone raus und schauen, wo man etwas trinken gehen kann.“, erklärt der Experte für digitale Technologien, Achim Hepp, so anschaulich.

Es geht also um den Kontext, denn was sind Informationen, ohne den passenden Zusammenhang? Was sind Orte und Dinge, ohne das Wissen dazu? Location Identifier identifizieren Orte und sind so eine Brücke zwischen der realen Welt und dem Handy. Sie verknüpfen Orte oder Objekte mit Wissen, das online abrufbar ist. Das macht sie zu kleinen Fragenbeantwortern: Sie liefern die richtigen Antworten zu jenen Fragen, die wir uns vor Ort stellen.

Wie funktioniert das? Ein Beispiel: Ohne Erklärung sind die meisten Denkmäler nur ein Haufen alter Steine. Nur wie kommt man an die spannenden Geschichten und unterhaltsamen Anekdoten? Ist ein entsprechendes System – etwa von xamoom – im Einsatz, können sie am Handy schnell und einfach abgerufen werden. Damit der User nicht lange nach Infos googlen muss, können Location Identifier eingesetzt werden. Ein Location Identifier verbindet den Ort mit dem Netz. Er ermöglicht es dem Smartphone-User einem Info-System mitzuteilen, wo er sich gerade befindet. Das System gibt dann zum Ort oder Objekt passende Infos zurück. Das hört sich jetzt abstrakt an? Zurück zum Denkmal: Wir stellen uns vor, neben der Sehenswürdigkeit sei eine Tafel angebracht. Wird sie gescannt, öffnet sich ein Audio-File, in dem die Sage zum Denkmal vorgelesen wird.

Location Identifier in Zahlen

Vier Arten von Location Identifiern

Es gibt verschiedene Location Identifier, die alle auf anderer Technik basieren, aber den gleichen Zweck erfüllen: Einem System mitzuteilen, wo sich der fragende User befindet.  Alle hier vorgestellten Techniken haben ihre spezifischen Vor- und Nachteile. Sie können beliebig kombiniert werden, damit sie das jeweilige Vorhaben optimal unterstützen.

NFC-ChipNFC

Near Field Communication (NFC) ist eine in Österreich entwickelte Technik, die kaum jemand kennt, die aber immer wieder für ein „Wow“ sorgt. Der kleine NFC-Chip empfängt über eine große Antenne um ihn herum Energie vom darauf gelegten Handy und sendet die in ihm gespeicherte Information (meist eine URL) ans Smartphone zurück. NFC ist in jedes neue Smartphone integriert. iPhones können es nur zum Bezahlen benutzen, sonst nicht – bleiben immer noch alle Android- und Windows-Geräte.

+ Extrem einfach in der Nutzung: nur draufhalten

+ Hohe Verbreitung

– Nutzer kennen es kaum

Mehr über NFC hier im Blog.

 

GPS-Geofencinggeofence

Als Geofence bezeichnet man einen gedachten Umkreis rund um definierte Geokoordinaten. Das GPS-Modul im Smartphone dient dabei der Lokalisierung. Die Funktionsweise von GPS-Geofencing als Location Identifier funktioniert wie folgt: Der Nutzer ruft eine Webseite, die Geofencing unterstützt (bsp. xm.gl) im mobilen Browser auf. Dort wird um Erlaubnis gebeten, den Standort abfragen zu dürfen. Der Browser schickt den Standort ans System, der wird geprüft und anschließend passende Infos zum Ort ausgespielt. In Apps ist Geofencing noch einfacher zu nutzen.

+ Binnen Minuten einsatzbereit

– Vor Ort ‘unsichtbar’

Mehr über GPS Geofencing hier im Blog.

 

BeaconsBeacons

Die Beacon-Technologie wurde von Apple eingeführt und wird mittlerweile auch von Android unterstützt. Die Technik basiert auf Bluetooth Low Energy (BLE), die Sender sind durch ihre geringe Größe leicht versteckbar. iBeacons senden immerfort drei kombinierte ID-Nummern aus, die sie, und somit ihren Standort, eindeutig identifizieren. Mit einer App können Inhalte zum jeweiligen Standort am Smartphone ausgespielt werden. Googles Eddystones übermitteln via BLE eine URL, die im mobile Browser geöffnet werden kann. Die Software dahinter ist jedoch noch nicht ganz martkreif.

+ Einfach

+ Fast alle Smartphones können es

+ Im Hintergrund aktiv

– Setzt eine App voraus

 

QR-CodeQR

Der heute meist verwendete QR-Code ‘model 2’ kann über 4000 Zeichen speichern. Allerdings gilt: je weniger, desto besser. Zum Scannen des QR-Codes wird eine App benötigt. Zwar hat der QR-Code einen schlechten Ruf, wird er jedoch richtig eingesetzt, ist er ein kostengünstiger und niederschwelliger Location Identifier.

+ Billig zu produzieren (Druck)

– Nutzer benötigt eine App

Mehr über QR Codes hier im Blog.

 

 

By | 2017-04-19T16:42:46+00:00 21. Dezember 2015|

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