Rund 20 Mal im Jahr gibt es kleinere Versionssprünge, die mit der Länge unserer Sprints (üblicherweise 14 Tage) zusammenhängen. Zweimal im Jahr gibt es einen großen Versionssprung und am Montag war es wieder soweit. Der Zähler sprang von 6.13 auf Version 7.0. Warum? Weil es gerade in den letzten Wochen so viele Fortschritte gab, die in Summe ein Major Upgrade rechtfertigen.

Unsere Kunden brauchen sich übrigens nie um Updates kümmern – das erledigen alles wir. Die neue Version hat über 100+ Änderungen und Neuerungen.

Bevor wir zu den wichtigsten Punkten kommen, noch ein Wort zur aktuellen Version. Sie ist – wie alle Major Releases von xamoom – einem großen Kärntner Künstler gewidmet: Gert Jonke (1946 – 2009). „Code is Poetry“ ist in der Informatik ein geflügeltes Sprichwort und so wollen wir damit einen „wahren Poeten des Landes“ würdigen.

Die Highlights von xamoom 7.0 »Gert Jonke«

Neues Design

Wir sind uns sicher, das schnellste CMS der Welt entwickelt zu haben. Seit April wissen wir: Es ist – natürlich ganz subjektiv – auch das schönste CMS der Welt. Es reflektiert unseren Marken-Relaunch im Frühjahr. Unsere Kunden fühlen sich darin auch gleich heimisch, weil wir seitdem auch White Labelling (im Beispiel unten pingeb.org) anbieten. xamoom hält sich dezent zurück.

UI of xamoom 7, July 2017

Mobiles Web

Nicht jeder installiert eine App, wenn er kurz auf Urlaub fährt, einen Sprung ins Museum geht oder Medieninhalte lesen möchte. Daher unterstützen wir sowohl das mobile Web als auch Applikationen (darüber hinaus bieten Schnittstellen in andere CMS wie WordPress). Beim mobilen Web haben wir in letzter Zeit enorme Fortschritte gemacht, die sich bei Kunden schon in deutlich gesteigerter Nutzung auswirken.

Hosteten wir bis März alle Kundenprojekte in unserer Infrastruktur (unter der URL xm.gl), kann das mobile Portal nun auch unter eigener Domain (z.B. m.name.com) laufen. Die Vorteile dafür sind mannigfaltig:

  • Einfachere Kommunikation: Es ist Kunden und Gästen leichter zu vermitteln, m.name.com im Browser einzugeben als per Zufall ein Smart Label oder sonst einen Zugangscode an einem Gebäude zu finden. Für das mobile Portal lassen sich natürlich alle xamoom Inhaltsblöcke nutzen, um eine sehr übersichtliche Startseite zu gestalten.
  • Freiheit beim Design: Seit Juni liefern wir mit jedem mobilen Portal auch eine custom.css-Datei aus. In ihr können Webdesigner jedes einzelne Element des mobilen Webclients gestalten. Andere Schriften? Runde Link-Blöcke? Andere Farben beim Audio-Player? Nun ist all das kein Problem mehr.
  • Bessere Ortung: Endanwender tun sich leichter, Punkte in der Nähe zu finden bzw. zu diesen zu navigieren. Mit zwei Klicks im Backend haben alle Nutzer den zusätzlichen Menüeintrag „In deiner Nähe“. Klicken sie darauf, erhalten sie die nächstgelegenen Orte auf einer Karte.
  • Unabhängigkeit: Kunden sind durch Nutzung der eigenen Domain nicht in unserer Abhängigkeit, sondern könnten jederzeit den Anbieter wechseln (auch wenn wir wissen, dass dies keiner tut).

Wir aktualisieren den mobilen Webclient rund 20 Mal im Jahr. Für all die neuen Funktionen und Updates verrechnen wir einen monatlichen Aufpreis von 79 Euro auf das Grund-Paket.

Google Tag Manager

Wir bieten zwar selbst Statistiken, die es so nirgendwo gibt – etwa über die Interaktionen an einem Ort oder mit einem Objekt. Allerdings hat jeder Kunde ohnehin bereits mindestens eine Analytics-Lösung im Einsatz und will alles zentral in einer Hand haben.

Daher bieten wir seit März die Möglichkeit, den Google Tag Manager zu integrieren. Mit diesem Werkzeug können beliebige Analytics- oder Tracking-Lösungen eingebunden und so zusätzliche Daten gesammelt werden.

Push-Benachrichtigungen

Was wäre ein mobiler Dienst, ohne die Möglichkeiten mobiler Geräte auszureizen? Eines der mächtigsten Werkzeuge dabei sind Push-Benachrichtigungen für Apps. Unser Push-Dienst ist selbstverständlich mehrsprachig und ins CMS sowie die beiden SDKs integriert.

Aktuell sind die Möglichkeiten darauf beschränkt, eine Nachricht über eine Seite an alle App-Nutzer zu senden. In nächster Zeit wollen wir den Push-Dienst um viele weitere Möglichkeiten erweitern. So sollen mit der Zeit immer komplexere Segmentierungen (Nachricht A nur an Nutzer vor Ort, Nachricht B an alle anderen Nutzer zu Hause) genutzt werden können.

Conditional Content

Manchmal sind wir bei der Entwicklung so schnell, dass uns kein massentauglicher Name für ein Feature einfällt. „Conditional Content“ ist ein Beispiel dafür (Ideen an mail@xamoom.com). An Orten und Objekten können bestimmte Rahmenbedingungen dazu führen, dass nun unterschiedliche Inhalte an unterschiedliche Personen ausgeliefert werden. Damit zielen wir auf unsere Kernfunktion – der richtige Inhalt im richtigen Kontext des Nutzers – ab.

Beispiele dafür wären:

  • Zeitgesteuerte Inhalte:
    Von 00:00 bis 10:00 Uhr Seite A,
    von 10:00 bis 14:00 Uhr Seite B und
    von 14:00 Uhr bis 00:00 Uhr Seite C.
  • Personenbezogene Inhalte:
    Zwei verschiedene Seiten, je nachdem, ob in der App der Kinder- oder Erwachsenen-Modus ausgewählt wurde.
  • Zielgruppenspezifische Inhalte:
    Sind in einer App Daten zum Kunden (etwa aus dem CRM) hinterlegt oder nicht. Wenn ja: welche (z.B. interessiert sich für Schuhe). In Abhängigkeit der Präferenzen wird jeweils der richtige Inhalt ausgegeben. Dies kann am Handy sein oder auch auf einem Screen im öffentlichen Raum, bei dem der App-Nutzer mit diesen Präferenzen vorbeigeht.
  • Ortsbezogene Inhalte:
    Kunde interessiert sich in einem Baumarkt für einen Artikel. Ist ein iBeacon präsent (Indiz, dass der Nutzer im Store ist), wird an einem QR-Code Baumarkt-spezifischer Inhalt angezeigt. Zu Hause (außerhalb der Reichweite des iBeacons) wird das digitale Handbuch oder Upselling-Infos zum Artikel angezeigt.

Einiges davon ist im mobilen Web out of the box (z.B. zeitgesteuerter Inhalt) möglich, anderes erfordert kundenspezifische Entwicklungen im mobilen Web oder in der App.

Apps für 299 Euro pro Monat

Die Kosten für die App-Entwicklung können enorm sein. Wir haben gut eineinhalb Mannjahre in unsere Entwicklertools (SDKs für Android und iOS) investiert und können die Entwicklung kundenspezifischer Apps sehr günstig anbieten. Doch auch das ist für kleine Museen oder selbst mittlere Tourismusverbände oft unleistbar.

Also haben wir die Kosten für die App-Entwicklung noch einmal drastisch gesenkt. Seit Juni steht unser App-Generator, der mobile Anwendungen automatisch erzeugt – in bekannter xamoom-Qualität:

  • native Apps statt billiger HTML-Container,
  • schnellstmögliche Auslieferung der Inhalte,
  • von allen anderen Apps gewohnte Bedienung,
  • gewohntes Erscheinungsbild (unsere Apps wirken nicht als Fremdkörper) und
  • Unterstützung aller aktuellen Context-Identifier: QR, NFC, iBeacon, GPS.

Die automatisch generierten Apps werden automatisch aktualisiert, sobald wir neue Funktionen in die SDKs integrieren oder die Betriebssysteme iOS und Android Updates erfordern. Kundenspezifische Integrationen in Drittsysteme sind aber ebenso wenig möglich wie Push oder andere individuelle Anforderungen. Man wählt ein Grundlayout und kann Farben, Icons wie Texte bestimmen. Fertig. Der Rest kommt aus dem xamoom CMS und kann hier flexibel konfiguriert werden.

Der Preis dafür? Ein Aufpreis von 299 Euro pro Monat für beide Plattformen auf unsere CMS-Lizenz.

Wenn es noch spezieller sein soll: Beispiele für kundenspezifische Apps finden Sie in den App-Stores: Klagenfurt Tourismus (Android | iOS), Kunsthaus Kollitsch (Android | OS) oder pingeb.org (Android | iOS).

Custom Meta

Auch hier gilt: Wir haben eine zu kleine Marketing-Abteilung, als dass uns tolle Buzz-Words für diese Funktion einfallen würden.

Obwohl sie enorm mächtig ist, wird sie dem Durchschnittsnutzer nie auffallen. Es ist ein Key-Value-Store, der das Aussehen und die Funktion unserer (nativen) Apps aus dem CMS heraus steuern kann. Beispiele dafür wären:

  • color = pink: So könnte ein Teil/eine Seite der App pink dargestellt werden.
  • marker = green: In diesem Beispiel bekommt ein Ort einen grünen Marker, der auf der Karte angezeigt wird.

Die Möglichkeiten für (Dritt-)Entwickler sind durch diese Funktion sowie mit Conditional Content praktisch unendlich. Konfigurationen, die exakt auf den Kundenwunsch abgestimmt werden, sind so ohne Probleme möglich. Die diversen Parameter können – so der App-Entwickler sie von Anfang an eingeplant hat – die App von einem auf den anderen Tag ganz anders aussehen lassen und das ohne ein App-Update nötig zu machen. Auch hier sparen die cleveren Entwicklertools von xamoom Zeit und Geld.

Inhaltsblock Baustein

Mit dieser unscheinbaren, aber nicht minder mächtigen Erweiterung kommen unsere CMS-Anwender öfters in Kontakt. Ein Baustein ist eine Seite, in die man mehrere Inhaltsblöcke (z.B. Social Links und Kontaktinfos für den Footer) packen kann. Diese Seite lässt sich nun in andere Seiten integrieren. Macht man eine Änderung, wird diese überall repliziert.

Auch dieses Feature bietet enorme Flexibilität. So kann man Events auf allen Seiten ankündigen und dafür nur eine Seite zu ändern. Wer das Feature einmal erlebt hat, liebt es.

Hunderte kleinerer Funktionen:

Neben diesen großen Features gibt es noch hunderte kleinere, welche die Arbeit mit xamoom effizient und zum Erlebnis (Tatsache!!) machen. Hier einige Highlights des xamoom Teams:

Barbara: Ich will von der Maus so schnell wie möglich wieder auf der Tastatur sein, um sofort wieder weiterarbeiten zu können. Beim Öffnen des Media-Pickers ist der Fokus schon im Suchfeld.

Vanessa: Vielfalt ist bei sozialen Netzwerken wichtig. Seit Februar gibt es einen Link-Block für Instagram-Profile und Suchen im Foto-Netzwerk.

Georg: Ich liebe es, dass ich zum Speichern nur die Tastatur brauche und nicht mit der Maus ganz nach oben muss. Unter Windows drückt man [Strg] + [S], am Mac [cmd] + [S].

Bruno: Bis Jänner hatten wir Upload-Limits. Seitdem kann man Dateien beliebiger Größe ins CMS laden. Diese werden dann von uns für mobile Geräte und Desktops aufbereitet und abhängig vom Device die jeweils bestmögliche Datei ausgeliefert.

Pavol: Man kann das gesamte CMS auch am Smartphone bedienen. Praktisch ist das vor allem, um Smart Labels einem Ort zuzuweisen.

Raphael: Unsere Karten lokalisieren nun auf Wunsch die Benutzer. So finden sie noch schneller, was sich in ihrer Umgebung befindet.

Michi: Die Navigationsmöglichkeiten der mobilen Website sind in letzter Zeit deutlich besser geworden.

Ausblick & Roadmap

In Version 7.0 wollen wir bis zum Ende des Jahres diese großen Brocken weiter verbessern. So werden speziell die Möglichkeiten von Push in den nächsten Wochen und Monaten stark ausgeweitet. Conditional Content und Custom Meta (wie sperrig das klingt) fließen bereits in einige der Apps ein, die wir aktuell für Kunden entwickeln. Im Herbst werden diese beiden Apps neue Maßstäbe bei der flexiblen Anpassung aus einem Backend heraus zeigen.

Es gibt bereits jede Menge User Stories zum Bereich mobiles Web.

Schlussendlich werden wir uns auf vielfachen Kundenwunsch neuen Inhaltsblöcken und dem Thema Social Sharing widmen. Und dann ist da noch Alexa …

Was wir allerdings noch nicht wissen: Wem werden wir Version 8 widmen?

Cover Image: Elisabeth Peutz