Gestern Abend hat ein Erdbeben mit massiven Schockwellen die Beacon-Branche getroffen: Google hat überraschend am Android Developer Blog angekündigt, dass die Unterstützung für Android Nearby Notifications beendet wird (schau dir die URL an und sei auf der Hut!).

Last Eddystone notificationEddystones und das Physical Web sind somit tot – ab 6. Dezember 2018 wird Google diese Benachrichtigungen nicht mehr an Android-Nutzer senden. Der „einfache Weg“, um Nachrichten an Android-Telefone in der Nähe zu senden – es funktionierte aus der Box mit allen Geräten und ohne eine App – ist damit Geschichte.

Auch uns trifft die Ankündigung von Google: Im Auftrag unserer Kunden verteilt die xamoom-Plattform nützliche Informationen über Points of Interest, lokale Nachrichten und Event-Tipps oder weist auf lokale Künstler in der Nähe hin.

Was bedeutet das?

Für uns und unsere Kunden (niemand nutzt ausschließlich Eddystones) ändert sich dadurch nicht viel. Außer, dass es wieder ein Stück schwieriger wurde, aufs Handy potenzieller Nutzer zu kommen. Mit Eddystones war es aber eigentlich nie ganz einfach, da ihre Reichweite begrenzt war: Für jeweils 200 bis 400 ausgelieferte Benachrichtigungen wurde nur ein Inhalt angeklickt – je nach Kunde und Inhalt (je nach Titel, Icon und Botschaft auch mehr). Dies bedeutet eine Menge unnützem Traffic auf den Handys und man musste ein wirklich großes Publikum anvisieren, um eine überschaubare Anzahl von Leuten zu treffen. Wenn Ihnen jemand etwas anderes gesagt hat, haben Sie Ihre Analytics nie angesehen.

Wir von xamoom nutzen alle Technologien (aktuelle wie künftige), um eine Brücke zwischen der realen Welt und Smartphones zu schlagen: QR-Codes, NFC-Tags, iBeacons, GPS-Geofencing. Nächste Woche werden wir eine neue Reihe von Technologien namens ContextIntelligence vorstellen, die maschinelles Lernen nutzt, um iBeacon-ähnliche Benachrichtigungen zu Apps zu bringen, ohne tatsächlich Beacon-Hardware (neben anderen Funktionen) installieren zu müssen.

  1. Als Folge von Googles Shutdown werden wir wieder verstärkt Rollouts von Smart Labels und Smart Postern sehen (ja, das iPhone scannt jetzt NFC ohne eine App), indem es das mobile Web nutzt und die Standortbestimmung in Apps unterstützt.
  2. Unternehmen (einschließlich xamoom) werden proprietäre Technologien skeptischer gegenüber stehen, insbesondere sie von einem Unternehmen kontrolliert werden. Dies könnte allerdings endlich die Bemühungen für einen iBeacon-Standard bei der ISO vorantreiben.
  3. Unsere Kunden werden uns mehr denn je glauben, wenn wir ihnen sagen, dass es keinen einfachen mobilen Erfolg gibt.
  4. Die Bedeutung von Apps in mobilen Strategien wird wieder zunehmen. Die immer mehr überfüllten App-Stores und die nachlassende Tendenz, Apps zu installieren, verlangen aber nach wirtschaftlicheren Versionen der mobilen Anwendungen, deren ROI schneller (oder überhaupt) erreicht werden kann. Nun, wir haben für Sie mit unseren smart apps (249 Euro pro Monat) ein interessantes Angebot. Interessiert? mail@xamoom.com.

Einige Beacon-Only-Unternehmen werden es heute und in den kommenden Wochen schwer haben, ihren Kunden zu sagen, dass es keinen leichteren Weg mehr gibt, billige Erfolge zu erzielen (falls es die jemals gab). Ich bin wirklich gespannt, wie sie das kommunizieren werden.

Webinar: „The end of Eddystone.
What it means and what are the alternatives?“

Wir sehen großen Informationsbedarf und viele offene Fragen, weshalb wir ein Webinar (unser erstes) abhalten wollen. Georg Holzer (CEO) und Bruno Hautzenberger (CTO) werden ihre Einschätzung über Googles Schritt mitteilen und eure Fragen beantworten sowie Alternativen auflisten. Das Webinar wird in Englisch abgehalten, Anmeldungen sind hier jederzeit und kostenlos möglich. Wann? Mittwoch, 31. Oktober, 18:00 Uhr.

In der Zwischenzeit können Sie die Proximity Plattform von xamoom testen (Eddystones werden neben allen anderen Proximity-Technologien noch unterstützt). Gehen Sie dazu einfach zu xamoom.com/de/demo. Keine Kreditkarte erforderlich, 30 Tage kostenlos.

Titelfoto: Kiss of Death Statue in Barcelona, © Fotokon/AdobeStock